Gottheiten
Sotuqnangu Der Gott des Himmels wird im allgemeinen als das höchste heilige Wesen angesehen, wenngleich er anderen mit Ausnahme der Zwillinge keine Befehle erteilen kann. Er wird auch Schöpfer der Erde genannt. Er erschuf eine Jungfrau und verwandelte diese später in die Erde. Er wird mit einem einzelnen Horn, das den männlichen Blitz darstellt, abgebildet. Er hat Macht über den Himmel, die Blitze und die Wolken. Er schickt den Regen. Man bezeichnet ihn auch als Sternen- und Blitz-Gottheit.
Masau Er ist sowohl Gott der Erde als auch des Todes. Er war es der den Hopi ihr Land anwies. Er wird als ein riesiger Mann abgebildet und seine Farbe schwarz. Man hält ihn für stattlich. Wenn er mit Menschen in Berührung kommt trägt er aber eine abschreckende Maske, die mit Blut beschmiert ist. Er ist für die Fruchtbarkeit des Mannes und der Tiere zuständig und wird auch mit Feuer in Beziehung gebracht.
Mui-ingwa (Alosaka) Gott des Keimens und des Wachsens. Er wird auch der Gott mit den Zwei Hörnern oder der Keimgott genannt. Er lebt unter der Erde und ist hauptsächlich für das Sprießen der Pflanzen zuständig, wie überhaupt für die Fruchtbarkeit aller Wesen zwischen Himmel und Erde. Er wurde von Huru-ing Wuuti zusammen mit seinem weiblichen Gegenstück der Sandaltar-Frau geschaffen, die den Frauen bei Geburten beisteht.
Huru-ing Wuuti Sie stellt man sich als Mutter des Universums vor. Als Göttin der harten Gegenstände (Türkise, Muscheln und Korallen) ist sie für den Reichtum zuständig. Sie erscheint am Tag hässlich und schön bei Nacht. Täglich wird sie von der Sonne in ihrem kiva besucht, der im westlichen Meer liegt.
Kwanitaqa Der Einhorngott bestimmt am Eingang der Unterwelt über den Weg der Toten.
Tawa Der Sonnengott oder der Vater der Sonne schenkt Leben und reist täglich zum kiva der der Göttin der harten Gegenstände. Ihn ruft man an, ehe man in den Krieg zieht. Ein frommer Hopi bringt ihm jeden Morgen ein Opfer in Form von Maismehl. Neugeborene werden dem Träger des Sonnengestirns acht Tage nach ihrer Geburt präsentiert. Tawa wird besonders bei der Zeremonie der Wintersonnenwende geehrt.
Kokyang Wuuti Die Spinnenfrau wird als weise, alte Frau dargestellt, die immer bereit ist zu helfen. Jedes Dorf hat einen Schrein, an dem sie verehrt wird. Bei den Hopi ist sie die Mutter der Zwillings-Götter. Sie spielt nach der Vorstellung einiger Gruppen eine wichtige Rolle bei der Schöpfung der Welt.
Tihküyi Sie ist die Kind-Medizin- oder Sandaltar-Frau. Sie ist Mutter der Spiele, Geist der Geburt, Ehefrau von Masau und die Schwester von Miiy’ingway. Ihr Name, der Kind-Wasser-Frau könnte auf eine Fehlgeburt hinweisen. Diese ereignete sich, als sie mit den Frauen des Schlangen-Clan umherwanderte. Sie wandert und klagt immer noch und schenkt den Frauen ihre Kinder, indem sie sie zunächst deren Bild sehen lässt.
Po-okan-hoya und Palo-ngao-hoya sind die Zwillings-Kriegsgötter, die von der Spinnenfrau, die ihre Großmutter ist, geschaffen wurden. Nach manchen Geschichten sind sie es, die Palolokon daran hinderten Erdbeben zu verursachen. Sie sind hilfreich, aber manchmal spielen sie auch Streiche.
Palolokon Sie ist die Wasserschlange, abgeleitet wahrscheinlich von der gefiederten Schlange Quetzalcoatl aus Mexiko. Sie bewohnt die unterirdischen Gewässer und benutzt Quellen und Seen, um die Menschen zu beobachten. Wenn sie übel gestimmt ist, verursacht sie Überschwemmungen und Erdbeben. Alle Flüssigkeiten – Baumsaft, Blut und Wasser – unterliegen ihrer Kontrolle.
Mu-yao Den Mondgott stellt man sich als einen alten Mann vor, der nachts für Licht sorgt. Bei der Schöpfung machte die Spinnenfrau den Mond, indem sie ein Gewand aus Baumwolle webte und an den Himmel hängte.
Ong-Wuuti Die Salzfrau bewohnt den Salzsee, südlich des Zuni-Landes. Gebetsfedern werden ihr geopfert, wenn die Hopi dorthin gehen, um Salz zu holen.