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Wilma Mankiller
oberster Häuptling der Cherokees, Politikerin und Schriftstellerin
(*18.Nov.1945 in Tahlequah, Oklahoma +6. April 2010)
Wir feiern Thanksgiving gemeinsam mit allen Amerikanern, wenn auch vielleicht anders und mit anderem Hintergrund. Unabhängig von allem, was uns widerfahren ist, seit wir den Pilgrims zu essen gaben, haben wir doch unsere Sprache, unsere Kultur, unsere eigene soziale Struktur erhalten. Selbst im nuklearen Zeitalter sind wir noch ein Stammesvolk."(Wilma Mankiller, Oberster Häuptling der Cherokee)
Wilma Mankiller, ehemaliger Oberhäuptling der Cherokees in Oklahoma, lebt auf dem Land, welches ihrem väterlichen Großvater, John Mankiller, als Teil einer Regierungsregelung nach der Zwangsverschiebung seines Stammes, gleich nachdem Oklahoma1907 ein US-Staat wurde, zugeteilt wurde. Umgeben von den Cherokee Hügeln und den Cookson Hügeln, lebt sie in einer Gegend reich an Geschichte, wo die Bedeutung eines Menschen nicht durch die Größe seines Bankkontos oder seiner Stellung bestimmt wird. Als Oberhäuptling der Cherokees vertrat sie den zweiten größten Indianerstamm in den Vereinigten Staaten; den größten bilden die Navajos. Wilma Mankiller war die erste Frau in der modernen Geschichte, die einen Hauptstamm führte. Mit einer gemeldeten Bevölkerungszahl von über 220000, einem Jahresbudget von mehr als $75 Million und mehr als 1.200 Angestellten auf über 7.000 Quadratmeilen, entsprach ihre Aufgabe der eines Generaldirektors einer Hauptverwaltung.
Ihrer Reise - von Zufriedenheit über Aktivismus zur politischen Energie - folgte ein rapider Aufstieg, sie bekleidete die Vormachtstellung einer Funktionsfrau. Die wurde mit dem ländlichen Schneid von Adair County, Oklahoma und der industriellen, hartnäckigen Nachbarschaft von San Franciscos Brennpunkt entwickelt. Elitäre, Alleen gesäumte Vororte wie Pasadena oder Grosse Pointe, die so viele Radikale der sechziger formte, konnten nicht weiter von Wilma entfernt gewesen sein.
Wilma wurde in Mankiller Flats nahe Tahlequah, Oklahoma am 18. Nov. 1945 geboren und wuchs auf den Stammes Ländern ihres Vaters Charley in Oklahoma auf. Sie war eine Cherokee mit holländisch-irischer Abstammung. Mit „schmutzige Armen“ beschrieb sie ihr frühes Leben. Die Mankillers aßen häufig Eichhörnchen oder ähnliches. Das Haus hatte keine Elektrizität und ihre Eltern benutzten noch Petroleum-Lampen.

1956, Charley Mankiller war eifrig bemüht seiner wachsenden Familie ein besseres Leben zu bieten. Nach dem Scheitern der Farm zogen sie von Oklahoma nach Kalifornien im Rahmen eines Umsiedlungsprogramms des Büros für indianische Angelegenheiten (BIA), angeregt durch die gleichen Bürokraten, die auch während des 2. Weltkrieges die Japan-Amerikaner neu ansiedelten. Dieses Programm, ein taktloser Versuch der Sozialentwicklung, wurde erlassen um arme ländliche Indianer in Arbeitsplätzen in den industriellen Städten einzubinden. Auf diese Art wurden die Bindungen zum Stammesland geschwächt und der politische Kleinglaube, der die Stämme zusammen hielt, verbreitet. Dies war eine weitere Beleidigung in ihrer Geschichte, die sich über 2 Jahrhunderte ausdehnte.
In ihrem Buch „Mankiller: Ein Häuptling und seine Leute“, schildert sie ihr damaliges Leben genau. Ihr Buch schildert auch ihre soziale und politische Miteinbeziehung sowohl in die indianischen Angelegenheiten und als auch die der Frauen, sowie ihre Rückkehr zu ihren Wurzeln in Nordost Oklahoma. San Francisco wandelte viele Menschen um, die dort während der sechziger Jahre lebten. Es war schäbig. „Fressnapf-Nachbarschaften“ wurden zum Schmelztiegel für eine Gesellschaft die ihre Werte änderte. Dieses Feuer fing schließlich eine schüchterne Hausfrau und Mutter die Mitte 20 war und Mrs. Hugo Olaya hieß. Es verwandelte sie in Wilma Pearl Mankiller, einem Symbol für Frauenrecht und indianischer Selbstbestimmung.
1838 wurden die Cherokees von ihrer angestammten Heimat in Carolina, in Tennessee und Georgia von den Truppen der US Armee, die in Aufträgen der Bundesregierung agierten, losgerissen. Der erzwungene Marsch in die Oklahoma Reservationen, der so genannte „Zug der Tränen“, tötete tausende Männer, Frauen und Kinder. Geschlagen durch die Angriffe der Weißen - sowohl körperlich als auch angeordnet – verbrachten die Cherokees mehr als 100 Jahre unter der Bevormundung durch den Staat. Es dauerte bis 1970, dass Washington den Stämmen erlaubte seine eigenen Führer selbst zu wählen.
Wilma war 11, als die Mankillers in San Francisco ankamen. Ihr Vater Charley fand Arbeit als Seilhersteller und die Familie ließ sich dort nieder. Wilma hatte einen schwierigen Übergang und wollte nicht in der Stadt leben, weil sie im Freien aufgewachsen war. Sie und ihre Geschwister waren die sprichwörtlichen Dummköpfe in der großen Stadt. Eine freundliche mexikanische Familie zeigte ihnen wie man ein Telefon benutzt und lehrte Wilma das Rollschuh fahren. Charley Mankiller hatte in seinen Kindern den Stolz über ihr Erbe eingeprägt und das Indianerzentrum San Franciscos, im Missionsbezirk gelegen, förderte ihn.

Das Zentrum wurde zu Wilmas Zuflucht nach der Schule. Die Verschiedenartigkeit der Stadt enthüllte ihr viele andere Dinge. Hier lernte sie auch die Frauenbewegung und -organisation kennen. In der High School beeinflussten afroamerikanische Freundinnen Wilmas Vorliebe für die Allgemeinbildung. Während weiße Mädchen bei Fabian und Elvis in Ohnmacht fielen, nahm Wilma Etta James und B.B. King in sich auf. Das Leben in einer armen schwarzen Nachbarschaft, erklärte Wilma 1993 den Zuhörern des Sweet Briar College, habe ihr andere wertvolle Lektionen beigebracht.
„Was ich aus meiner Erfahrung im Leben in einer Gemeinschaft von fast allen Afroamerikanern lernte“, sagte sie, „ist dass arme Menschen eine viel, viel größere Kapazität für das Lösen ihrer eigenen Probleme haben, als die meisten Menschen ihnen zugestehen“.
Wilma legte als Jugendliche keinen großen Ehrgeiz an intellektuellem Hunger an den Tag. In ihrer Autobiografie von 1993 „Mankiller: Ein Häuptling und seine Leute“, co-geschrieben mit Michael Wallis, besann sie sich darauf zurück, dass sie Klassenzimmer verabscheute. Als sie im Juni 1963 von in der High School ihre Abschlussprüfung bestand, erwartete sie dass dies das Ende der offiziellen Ausbildung sei. „Es gab nie Pläne für mich, dass ich auf die Hochschule gehe“, sagte sie. „Dieser Gedanke fand nie Platz in meinen Kopf."
Stattdessen folgte eine langweilige Berufsausbildung und Hochzeit mit einem stattlichen Studenten aus Ecuador, Hugo Olaya, mit dem Wilma zwei Kinder hatte. Olaya’s Familie war Mittelklasse und seine Aussichten waren gut. Mit 17 gewöhnte sich das hübsche Mädchen, dessen dunkle, blitzenden Augen ihr eine Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Natalie Wood verliehen, in das Leben einer kalifornischen Hausfrau - ausgefüllt mit Hausanzügen, Kinderwagen und Europareisen - ein. Während der sechziger Jahre studierte Wilma Soziologie und erhielt einen Job als Sozialarbeiterin.
1985 wurde Wilma Mankiller der erste weibliche Oberhäuptling der Cherokees, einem Indianerstamm mit 220000 Mitgliedern in Tahlequah, Oklahoma gegründet, dem sie auch angehörte. Sie wurde es, indem sie nicht nur die üblichen Barrieren gegen Indianer überwand, sondern sich auch über die chauvinistischen Hürden hinwegsetzte, die ihre Stammesmitglieder erhoben, die nie von einer Frau geführt worden waren.
Anfänglich wurde Wilmas Kandidatur durch diejenigen abgelehnt, die nicht von einer Frau geführt werden wollten. Ihre Autoreifen wurden aufgeschlitzt und während ihrer Wahl-Kampagne gab es Morddrohungen. Aber nun, da Wilma ihr Heim mit ihrem Ehemann, Charlie Soap und dessen Sohn Winterhawk aus einer vorhergehenden Beziehung, teilt, hat sich die Situation sehr verändert. Sie gewann den Respekt der Cherokees und beeinflusste die Bildung während sie sich auf ihre Mission – das Selbstbewusstsein ihrer Leute zu stärken - konzentrierte. Wilma erzielte wichtige Fortschritte für die Cherokees, wie etwa die verbesserte Gesundheitspflege, Ausbildung, Versorgungsverwaltung und eine Stammesregierung.

Zukünftige Pläne trachten danach die Gegend für höher zahlende Industrie attraktiver zu gestalten, den Erwachsenbildungstand zu verbessern, die Frauen dabei zu unterstützen dass sie in die Schule zurückkehren und vieles mehr. Wilma lebt auch in der größeren Welt, ist in Zivilrechtsangelegenheiten aktiv, beeinflusst die Bundesregierung und Tätigkeiten und unterstützt die Frauenaktivitäten und -angelegenheiten. Sie sagt: „Wir hatten schreckliche Probleme in vielen kritischen Bereichen, aber ich glaube an die alte Verfügung der Cherokees ' habe einem gesunden Verstand.' Heute nennt man das positives Denken."
„Vor meiner Wahl“, stellte Wilma fest, „hatten junge Cherokeemädchen nie daran gedacht, dass sie erwachsen und Häuptling werden konnten“. Wilma war von Ross Swimmer, damals Präsident einer kleinen Bank, der die Führung der Cherokees 1975 übernommen hatte, gefragt worden. Er überzeugte Wilma als sein Stellvertreter zu aufzutreten. 1983 gewann sie Wahl als stellvertretender Häuptling der Cherokees. Sie wurde dadurch die erste Frau überhaupt, die einem indianischen Hauptstamm als Führer diente. 1985 legte Swimmer sein Amt als Oberhäuptling nieder, um den Vorsitz des Büros für indianische Angelegenheiten (BIA) zu übernehmen. Das Gesetz der Cherokee bevollmächtigte die Stellvertreterin die Pflichten des ehemaligen Oberhäuptlings zu übernehmen.
Zwei Jahre später wurde sie direkt zum Oberhäuptling gewählt. In den historischen Stammeswahlen von 1987 gewann Wilma den Posten als Oberhäuptling ohne Umschweife mit 56 Prozent aller Stimmen und brachte dem Stamm infolgedessen eine beispiellose Aufmerksamkeit ein. Ihr Sieg führte sie in eine Verwaltung, in der sich eine hohe Arbeitslosenrate, ein niedriges Ausbildungsniveau mit der Verbesserung der Gesundheitspflege der Gemeinschaft und Entwicklung der Wirtschaft von Nordost Oklahoma, bündelte. Sie betonte die Notwendigkeit bestimmte Cherokee-Traditionen beizubehalten, indem sie das Institut für Cherokee-Literatur schuf.
In einer Rede betonte sie die Leistungen der Cherokees. „Wir sind ein wieder belebter Stamm. Nach jeder größeren Umwälzung waren wir in der Lage uns als ein Volk zu sammeln und sowohl eine Gemeinschaft als auch eine Regierung neu zu bilden. Einzeln und zusammen besitzen die Cherokees eine außerordentliche Fähigkeit sich von keiner Not klein kriegen zulassen und ihre Entwicklung fortzusetzen. Wir sind deshalb dazu in der Lage, weil uns unsere Kultur, obwohl sie zweifellos beeinträchtigt ist, uns seit undenklichen Zeiten unterstützt hat. Diese Cherokee-Kultur ist ein wohl gehütetes Geheimnis“.

1991 wurde sie als Oberhäuptling wieder gewählt. 1994 ehrte das Institut für indianisches Erbe in Oklahoma Häuptling Wilma Mankiller während ihres jährlichen "Spirit of the People" Festivals. Sie gab ihre Position als Oberhäuptling 1995 aufgrund schlechter Gesundheit auf. Während ihrer Amtszeit als Oberhäuptling war sie eine wirkungsvolle Führsprecherin in Washington, erarbeitete Gesundheitspflegeprogramme und kämpfte für die Rechte der Kinder.
Einmal Häuptling, nahm sie die traditionellen „Frauenangelegenheiten“ wie Erziehung oder Gesundheitspflege und bildete Stammes- Prioritäten. Sie sammelte $20 Million, um eine dringend benötigte Infrastruktur für Schulen und andere Projekte, einschließlich einem Job-Trainings Zentrum für $8 Million zu errichten. Die größte Cherokee Klinik entstand während ihrer Amtszeit in Stilwell, Oklahoma und trägt nun ihr zu Ehren ihren Namen. Wilma Mankiller suchte auch die Ostcherokee, einer Gruppe die in Nordcarolina gegründet war, mit der größeren westlichen Abteilung zu vereinigen.
Sie leitete mit Anmut und Humor – häufig foppte sie herablassende Amerikaner, indem sie ihnen erklärte, ihr Familienname gebühre ihrem Renommee; tatsächlich ist "Mankiller" ein alter militärischer Cherokee-Titel des Respekts für die indianischen Krieger, die für den Schutz des Dorfes verantwortlich waren, gegeben wurde - und mit organisatorischer Eleganz lernte sie mit der engstirnigen Nachbarschaft und die „ethnische Politik", die in San Francisco Bay kursierte, umzugehen.
Wilma schreibt ihr Verständnis für ihre Völkergeschichte teilweise ihrer eigenen Familien, der ein Umzug nach Kalifornien in ihrer Jugend, durch die Regierung aufgezwungen wurde, zu. Ihr Interesse für indianische Angelegenheiten entflammte sich 1969, als indianische Studenten, Mitglieder des AIM (amerikanisch indianische Bewegung) die Insel Alcatraz besetzten, um Aufmerksamkeit für die Angelegenheiten, die ihre Stämme betrafen, zu erregen. Sie verfolgte den Protest der AIM auf der Insel Alcatraz im Fernsehen. Dieses führte zu ihrer persönlichen Einbeziehung in den Kampf für indianische Rechte. Sie wurde in der Indianerrechtsbewegung aktiv und trat der indianischen Bewegung bei, weil sie glaubte Amerika habe die Indianer vergessen. Kurz danach begann sie in Erwachsenenbildungprogrammen und Vorschule im Pit River Tribe in Kalifornien zu arbeiten.
1974 ließ sie sich von ihrem ersten Ehemann nach 11 Ehejahren scheiden, weil ihre Meinungen über Wilmas politische Karriere auseinander gingen. Sie zog zurück in ihr Heimatland außerhalb von Tahlequah um Mankiller Flats zurück zu gewinnen. Nachdem sie zu ihrem Geburtsort in Oklahoma zurückkehrte, nutzte sie ihre Fähigkeiten, um den Cherokees zu helfen. Seit dem arbeitete Wilma an verschiedenen Entwicklungsprogrammen für die Gemeinschaft, die entworfen wurden, um den Indianern Jobs und/oder ein Daheim zur Verfügung zu stellen.

Sie startete örtliche Selbsthilfeprogramme und zeigte den Menschen Wege aus der Armut heraus. Sie erwirkte Zuschüsse, die es ihnen ermöglichte sorgfältige landwirtschaftliche Programme zu beginnen. Mitte der siebziger Jahre erhielt sie einen Job als Koordinator zur Anregung der Ökonomie der Cherokees. Sie schloss ihr Studium in Sozialwissenschaft ab. 1979 immatrikulierte sie sich in der nahe gelegenen Universität von Arkansas und belegte Kurse in Gemeinschaftsplanung. Sie leitete eine Anzahl von Projekten ein und strebte eine größere Entwicklung der Cherokee-Gemeinschaften in Oklahoma an. Als sie einmal auf dem Heimweg von ihren Vorlesungen war, wurde sie fast bei einer Autokollision getötet.
Einer ihrer besten Freunde, der das andere Auto fuhr, starb bei diesem Zusammenstoss. Nachdem sie eine Amputation ihres rechten Beines gerade noch so abwenden konnte, musste sie dennoch weitere 17 Operationen ertragen. Wilma meinte, dass es während dieses langen Heilungsprozesses war, in dem sie wirklich anfing ihr Leben neu zu bewerten und es eine Zeit des tiefen geistigen Erwachens war.
Dann 1980, gerade ein Jahr nach dem Unfall traf sie ein weiterer harter Schlag. Die Ärzte diagnostizierten bei ihr Myasthenia Gravis, eine chronische Muskelschwäche, die unterschiedliche Grade der Schwäche in den einzelnen Muskeln im Körper verursacht. Sie behauptete, dass das die Realisierung war wie kostbar das Leben ist und sie anspornte die Projekte für ihre Leute, wie z. B. das Bell-Projekt, bei dem die Mitglieder der Gemeinde eine vollständige Gemeinschaft selbst wieder belebten, zu beginnen.
Es war der Erfolg des Bell-Projektes, der Wilma die internationale Anerkennung als Experte für Gesellschaftsentwicklung einbrachte. Die Wahl zum Stellvertreter kam zwei Jahre später. 1986 heiratete Wilma Charlie Soap, den ehemaligen Direktor der Stammes-Entwicklung, mit dem sie lange Zeit befreundet war. Wilmas Liebe zur Familie und Gemeinschaft wurde eine Quelle der Stärke, als ihr wieder eine lebensbedrohliche Krankheit einen Schlag versetzte.
Wiederkehrende Niereprobleme zwangen Wilma zu einer Nieretransplantation. Ihr Bruder Don Mankiller diente als Spender. Während ihrer Genesung hatte sie viele lange Gespräche mit ihrer Familie und es wurde entschieden, dass sie sich wieder als Häuptling aufstellen lassen würde, um die vielen Gemeinschaftsprojekte, die sie angefangen hatte, durchzuführen. All die tragischen Ereignisse machten ihr die Kostbarkeit des Lebens bewusst und ließen sie eine bedeutende geistige Macht der Cherokees werden.

Sie hat in einer für sie typisch mitreißenden Art gezeigt, dass nicht nur Indianer viel von den Weißen lernen können, sondern auch die Weißen von den Indianern. Durch das Verstehen der Zusammenhänge vieler Dinge, begannen viele Weiße den Wert der indianischen Weisheit, Kultur und des Spiritualität zu verstehen. Spiritualität ist auch der Schlüssel für das öffentliche und private Leben von Wilma Mankiller, die nicht nur durch ihr Amt als Häuptling sondern auch durch ihre geistige Haltung, bekannt geworden ist. Eine Rabbifrau, die der Kopf einer großen Synagoge in New York ist, kommentierte, dass Mankiller eine bedeutende geistige Kraft in der Nation war.
Wilma Mankillers zahlreiche Preise umfassen: Oklahoma Woman’s Hall of Fame 1986; Frau des Jahres, MS Magazin 1987; John W. Gardner Führerschaftspreis, Unabhängiger Bereich 1988; National Woman’s Hall of Fame 1993. Sie erhielt einen verbrieften Ehrendoktortitel der Universität Yale. Die heute krebskranke, aber ungebrochen aktive Wilma Mankiller half den Indianern ihres Stammes, erfolgreich zu werden. Sie lebt noch heute und setzt ihr Werk fort. „Ich habe eine Menge Glauben in unserer Fähigkeit, unsere eigenen Probleme zu lösen“, sagt Wilma.
In den 80er Jahren initiierte die Stammesführerin der Cherokees, Wilma Pearl Mankiller, gemeinsam mit ihrem Mann, Charlie Soap, ein Netzwerk, das kleinere Geschäftsdarlehen und Betriebsberatungen anbietet, um lokale Unternehmen und Kooperativen in Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen zu unterstützen. Seit sie 1995 die Führung abgegeben hat, schreibt sie ihre Memoiren und lehrt am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire.
Sie macht die männerorientierte Geschichtsschreibung für den Mangel an bekannten Indianerinnen verantwortlich. "Nur sehr wenige Nicht-Indianer haben erkannt, welch wichtige Rolle Frauen in den alten Stammesgesellschaften spielten", schreibt sie in ihrem Buch »Weg der Tränen« (1994 bei Droemer- Knaur erschienen). „Schriftliche Dokumente aber stützen sich auf Aufzeichnungen von Diplomaten, Missionaren, Forschern und Soldaten - alles Männer. Deshalb wurden Frauen falsch dargestellt und erschienen meist als Arbeitstiere oder ätherische indianische Prinzessinnen".
Am 6. April 2010 starb Wilma Mankiller.
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