17.05.2012

 

Wyandot

Geographische Region: Nordosten (nordöstlich vom Huron-See)
Sprachgruppe: Irokesisch
Wohnstätte: Langhaus
Hauptnahrungsquellen: Mais

Die Wyandot (Eigenbezeichnung), auch Huronen genannt, sind ein ehemals mächtiges Indianervolk Nordamerikas. Sie siedelten am Huronsee und bildeten eine Konföderation aus vier großen und mehreren kleinen Stämmen. Ursprünglich gehörten sie zu den Irokesen, trennten sich aber von diesen und verbündeten sich mit Algonkin-Völkern. Wie die Irokesen lebten sie in Langhäusern und trieben Landwirtschaft. Bei Ankunft der Franzosen erlangten sie eine beherrschende Stellung im Fellhandel, was zum Konflikt mit den mit England verbündeten Irokesen führte. Als Verbündete des mächtigen Algonkin-Bundes schlossen schlossen sie sich den Franzosen im Kampf gegen die Engländer an, waren am Sieg über General Braddock und an dem Krieg Pontiacs maßgeblich beteiligt.Nach der Revolution kämpften sie an der Seite der ehemaligen britischen Feindegegen die Amerikaner. Sie fochten tapfer unter Little Turtle gegen die Generäle Harmar und St. Clair, unterlagen mit ihren Verbündeten bei Fallen Timbers und Tippecanoe und dienten schließlich im Indianer-Bataillon unter Tecumseh im Krieg von 1812. Die Wyandot taten sich in den Grenzkämpfen mit den Siedlern am Ohio und in Kentucky durch besondere Grausamkeit hervor. Im 17. Jahrhundert (1648 bis 1649) wurden sie durch Kämpfe mit den westlichen Irokesen, v.a. Mohawk, und durch Seuchen, fast aufgerieben. Eine Gruppe siedelte sich um 1650 bei Québec an, wo sie noch heute die autonome Nation Wendake bilden. Eine Wyandot-Reservation besteht in Oklahoma.


Eine ausführliche Beschreibung befindet sich unter dem Begriff „Huronen“.


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